Espositori

Start Der Sinuslift
Der Sinuslift PDF Drucken E-Mail


Unmittelbar über den oberen Backenzähnen liegt die Kieferhöhle. Die Wurzeln der Oberkieferseitenzähne ragen häufig in die Kieferhöhle hinein und werden nur von einer dünnen Knochenschicht gefasst. Bei Zahnverlust steht daher häufig zu wenig Knochenhöhe für eine primäre Implantation zur Verfügung.

Durch einen gezieltes Anheben der Kieferhöhlenschleimhaut und das Unterfüttern mit Knochen (Sinuslift) kann der Kieferkamm mit überschaubarem Aufwand wiederhergestellt werden. In unserer Praxis wird nach einer vollständigen Abheilung der Extraktionsalveole das Knochenangebot durch eine dreidimensionale Volumentomografie analysiert und pathologische Prozesse in der Kieferhöhle ausgeschlossen. Reicht das Knochenangebot aus um ein Drittel des Implantat zu halten, kann ein Knochenaufbau zeitgleich mit der Implantation durchgeführt werden. Ist das Knochenangebot minimal empfehlen wir eine zweizeitige Implantation nach einer Einheilung des Sinusliftes von mindesten 4 bis 5 Monaten.



Der Sinuslift ist in unserer Praxis ein Routineeingriff und wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt. Größere Eingriffe oder beidseitige Sinuslifts können auch in Sedierung oder allgemeiner Narkose durchgeführt werden (ITN). Steriles Arbeiten ist bei Knochenaufbauten zwingend notwendig. Da die Mundhöhle nur desinfizierbar ist, wird der Eingriff zusätzlich antibiotisch abgedeckt. Über einen kleinen trapezförmigen Schnitt wird die vordere knöcherne Kieferhöhlenwand unmittelbar über der Zahnlücke dargestellt. Mit einem kleinen diamantierten Instrument wird nun die dünne Kieferhöhlenwand vorsichtig entfernt (externer Sinuslift). Das knöcherne Fenster ist dabei kaum größer als eine halbe Briefmarke. Die auf der Rückseite der Kieferhöhlenwand direkt anliegende Kieferhöhlschleimhaut wird nur vorsichtig präpariert und mit einem Spezialinstrumenten stumpf abgelöst und angehoben. Es entsteht nun ein neuer Raum zwischen knöchernem Kieferhöhlenboden und angehobener Membran. Es folgen die Bohrung für das Implantat unter permanenten Schutz des Kieferhöhlenschleimhaut. Die Bohrspäne werden dabei in einer Knochenfalle abgesaugt und anschließend mit Knochenersatzmaterial und peripherem Venenblut vermengt. Das Implantat wird nun vorsichtig eingedreht und hebt die Kieferhöhlenschleimhaut nach oben. Zeitgleich wird das Knochengemisch in den Sinuslift eingebracht. Anschließend wird der knöcherne Zugang mit einer resorbierbaren Membran abgedeckt und die Wund mit Nähten dicht verschlossen. Nach einer Einheilungszeit von ca. 4-5 Monaten wird das Implantat freigelegt und kann dann mit einer Zahnkrone endgültig versorgt werden.

Eine Alternative zum externen Sinuslift ist der interne Sinuslift. Hier erfolgt die Anhebung des Sinusbodens ausschließlich über die Bohrung des Implantats. Auf eine Darstellung über ein seitliches Fenster wird dabei verzichtet. Diese minimalinvasive Technik bietet sich an, wenn der Kieferhöhlenboden nur wenige Millimeter angehoben werden muss, damit auch die Implantatspitze knöchern gefasst wird.