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CAD/CAM Implantation Ablauf PDF Drucken E-Mail



Der folgende Fall zeigt einen Patienten, der bis auf den Eckzahn alle Zähne im Oberkiefer links verloren hat. Zusätzlich sind neue Kronen und Brücken im Ober und Unterkiefer geplant. Im Oberkiefer links wurde ein halbes Jahr zuvor ein Knochenaufbau durchgeführt. Das Bild zeigt eine digitale Volumentomografie der Ausgangssituation vor Implantation. Gut zu erkennen ist der Kieferhöhlenlift mit partikulärem Eigenknochen und Knochenersatzmaterial (BioOss), der sich deutlich kontrastreicher vom ursprünglichen Knochen abhebt. Deutlich sichtbar sind die beiden Titanschrauben, die das monokortikale Knochentransplantat vom Kieferwinkel fixiert haben.



Durch den Knochenaufbau konnten ideale Voraussetzung für die Implantation geschaffen werden. Eine Rekonstruktion der Kieferform und Breite ist auch klinisch deutlich erkennbar. Nach einem halben Jahr haben sich auch die Weichteilverhältnisse zufriedenstellend regeneriert. Zeitgleich wurde in der Oberkieferfront mit neuer Prothetik begonnen und ein Provisorium eingegliedert.



Um die Position der Implantate idealisiert auf die endgütigen Zähne ausrichten zu können wird eine Simulationsschablone angefertigt. Hierfür wird über eine idealsierte Aufstellung der Zähne im Labor eine Tiefziehschiene gezogen. Die betroffenen Zähne werden mit 20% Bariumsulfat und PMMA Kunststoff bis auf Zahnfleischniveau aufgefüllt. Die fertige Schablone wird abschließend auf eine Referenzsplatte mit Glaskugeln geklebt. Die Referenzplatten sind bei SICAT erhältlich. Hier finden Sie auch weitere Informationen über die SICAT-Navigationssoftware und ein genaue Anleitung zur Anfertigung der Laborschablone



Die fertige Laborschablone wird auf Passgenauigkeit überprüft und anschließend ein 3D Scan mit einem digitalen Volumentomograf durchgeführt.



Anschließend wird der Datensatz in unsere Navigationssoftware SICAT importiert.



Die Position der Implantate in allen drei Achsen wird idealisiert zum Knochen und zur entgültigen Prothetik festgelegt.



Der Datensatz mit der digitalen Positionierung der Implantate wird auf eine CD gebrannt und mit der Laborschablone und dem Gipsmodell zu SICAT nach Bonn geschickt. Hier werden die Hülsen für das jeweilige Implantatsysten mit Hilfe einer CAD Dreiachsfräse eingebaut.



Für dem dargestellten Fall wurde das Camlog-Guide System verwendet. Es zeichnet sich durch Präzision und einfaches Handling aus. Denn der entscheidende Vorteil navigierter Implantation ist neben höchster Planungssicherheit und minimaler Traumatisierung eine deutliche Reduzierung der OP-Zeit.



Alle chirurgischen Arbeitsschritte werden über die Navigationsschabloen geführt. Große Schnitte, eine umfangreiche Darstellung des Kiefers zur Orientierung und die aufwendige Positionierung der Implantate frei Hand entfallen.



In kürzestert Zeit ist die Implantation abgeschlossen. Zur Entfernung der Osteosynthseschrauben wurde das Zahnfleisch minimal aufgeklappt. Die Implantate zeigten intraoperativ eine hohe Primärstabilität, so dass eine transgingivale Einheilung über Gingivaformer erfolgen konnte. Bei Patienten, die keinen Knochenaufbau und keine Optimierung des Weichgewebes benötigen, ist eine Implantation ganz ohne Zahnfleischschnitte möglich.



Ein postoperatives konventionelles Röntgenbild bestätigte die Positionierung der Implantate gemäß dreidimensionaler Planung. Der Patient hatte nach dem Eingriff keine Schmerzen und keine Schwellung.